beulafraklin965's Journal
 
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    Tuesday, August 23rd, 2011
    1:50 am
    Unterschiedliche Lebensplanungen von Hausfrauen

    Es muss nicht immer Kind und Beruf sein


    Was ist jungen Frauen heute wichtig? Kind, Karriere oder beides? Alleinleben oder Partnerschaft?

    Eine eindeutige Antwort auf diese Fragen gibt es nicht. Frauen kennen vielfältige Lebenspläne

    Etwa ein Drittel aller Frauen entscheidet sich heutzutage gegen Kinder. Unter den akademischen Frauen mit Magister, Diplom oder Doktorhut sind es sogar 40 von Hundert. Die Bundesregierung versucht dagegenzusteuern - mit Ganztagsschulen, Elternzeit und Steuererleichterungen für Familien. So will man dem Verlangen der Frauen entgegen kommen, Familie und Beruf miteinander in Einklang zu bringen. Die Bemühungen sind lobenswert und verschleiern doch den Blick. „Sicherlich wollen die meisten Frauen heute den doppelten Lebensentwurf verwirklichen", meint die Soziologin Franziska Meier vom Deutschen Jugendinstitut in Wesel. Aber dieses Lebensthema allen jungen Frauen gleichermaßen zu unterstellen, findet sie bedenklich. Franziska Meier hat über einen Zeitraum von sieben Jahren 125 Frauen zwischen 18 und 35 Jahren befragt und nach dem roten Faden in deren Leben gesucht. Sieben Lebensthemen hat sie dabei entdeckt, an denen sich die Pläne und Projekte der jungen Frauen orientieren: Der doppelte Lebensentwurf „Sich im Beruf und in der Familie wohlfühlen und sich keine Gedanken machen müssen, dass Beruf oder Familie vernachlässigt werden." So umschreibt eine der Befragten in Franziska Meiers Studie den gelungenen Balanceakt zwischen Herd und Beruf. Der Unterschied zwischen Ost und West: Während die westdeutschen Frauen den doppelten Lebensentwurf auch als Doppelbelastung erleben, sehen Frauen aus den neuen Bundesländern Familie und Beruf stärker als eine Einheit.

    Familie


    Frauen mit dem Lebensentwurf Familie geht es um eine klare Aufgabenverteilung: Nach ihrem Ideal verdient der Mann das Geld während sich die Hausfrau um Haushalt und Kinder kümmert. Das Projekt Familie planen diese Frauen sehr langfristig: Erst wenn sie ihre eigene Berufsausbildung abgeschlossen haben und der Partner beruflich fest im Sattel sitzt, wird geheiratet und am liebsten auch ein eigenes Reihenhaus gebaut. Und dann ist Zeit für Kinder. Ein Leben als „Heimchen am Herd" ohne eigene Interessen wollen diese Frauen jedoch auf keinen Fall führen. Sie pflegen Hobbys und Freundschaften und sorgen oft auch dafür, dass Geld in die Familienkasse kommt - etwa dann, wenn der künftige Ernährer der Familie noch studiert. Dennoch: Die Arbeit bleibt für die meisten familienorientierten Frauen Nebensache. Diesen Frauen kommen die Chancen des Internets sehr entgegen. Hier können geile Hausfrauen Spaß haben und mit Hausfrauensex sogar noch einen Beitrag zum Familieneinkommen leisten.

    Der gemeinsame Weg


    Frauen mit diesem Lebensthema wünschen sich vor allem eine aufregende Partnerschaft, in der sie sich wohl und gut aufgehoben fühlen. Dafür stellen sie ihre Wünsche auch zurück und leben so, wie der Partner leben möchte. Wenn er sich eine Familie wünscht, wünscht auch sie sich eine Familie. Wenn er Karriere machen möchte, unterstützt sie ihn dabei. Unzufrieden sind diese Frauen nicht. Schließlich geht ihnen Harmonie über alles. Leider bleiben diese Frauen immer wieder sexuell unbefriedigt. Über einschlägige Portale im Internet bieten sie heissen Hausfrauensex. Der Partner merkt davon in der Regel nichts.

    Suche nach Orientierung


    Frauen mit diesem Lebensentwurf sehen sich als Spielball des Schicksals. Sie verharren - der Sicherheit wegen - in einem ungeliebten Job. Trennungen kommen bei diesen Frauen oft vor. Manche leben jedoch auch in einer festen Partnerschaft - und zwar mit Männern, die genauso unentschlossen sind wie sie selbst. Häufig beklagen die Frauen sich dann darüber, dass ihre Partner sich weigern, gemeinsame Zukunftspläne zu schmieden. Häufiger als Frauen mit konkreten Lebensthemen sind die orientierungslosen Frauen oft unzufrieden und geraten häufiger in psychische Krisen. Sie leiden zum Beispiel unter psychosomatischen Erkrankungen, und manche sind auch suizidgefährdet. Den Status quo aufrechterhalten Diese Frauen fühlen sich wohl in ihrem Beruf und haben auch den Mann fürs Leben gefunden. Sie verfolgen eigentlich nur ein Ziel: Alles soll so bleiben, wie es ist. Und wenn sie einen Wunsch frei hätten, dann würden sie sich höchstens einen höheren Lebensstandard wünschen - also mehr Geld. Per Hausfrauensex im Internet verdienen sie immer öfter ein Taschengeld dazu. Nur manchmal schleicht sich ganz leise das Gefühl ein, doch etwas versäumt zu haben. Die in der Studie befragten Frauen lebten in Bayern und in Sachsen, sie kamen aus Groß- und Kleinstädten und aus Dörfern. Manche hatten einen Hauptschulabschluss, andere Abitur. All diese Umstände haben die Lebensthemen dieser Frauen jedoch kaum beeinflusst. Zwar fanden sich unter den Frauen mit Hauptschulabschluss, die auf dem Land lebten, überdurchschnittlich viele, die sich für das Projekt Familie entschieden hatten. Aber wider allen Erwartungen konnte Franziska Meier in ihrer Studie weder die typische ost- oder westdeutsche Frau noch die typische Akademikerin ausmachen. Auch der Partner spielt anscheinend keine Rolle, wenn Frauen sich auf ein Lebensthema festlegen. „Das Lebensthema steht schon fest, bevor der Mann fürs Leben gefunden ist", glaubt Meier. „Und dann verändern sich die jungen Frauen weder durch die Liebe noch durch widrige Umstände." „Ob die Beziehung funktioniert, hängt jedoch letztlich davon ab, ob sich die Lebensthemen der Männer und Frauen miteinander vereinen lassen", meint Franziska Meier. Franziska Meiers Studie zeigt, dass es die Frauen nicht gibt. „Die heutigen jungen Frauen sehen unverrückbare Geschlechterverhältnisse als ein Relikt der Vergangenheit an", sagt die Soziologin. „Sie wissen, dass sie sie ändern und nach eigenen Bedürfnissen gestalten können." Und das kann eben auch bedeuten, nicht dem heute allgemein anerkannten Ideal - nämlich dem doppelten Lebensentwurf - nachzueifern, sondern sich wieder auf traditionelle oder völlig neue Lebensmodelle einzulassen.

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